Coronavirus

Die Corona-Entschädigung sollen die wirt­schaftlichen Folgen der Massnahmen zur Bekämpfung des Corona­virus abfedern.

Anspruch auf Corona-Entschädigung für Erwerbsausfall infolge von Massnahmen gegen das Coronavirus haben je nach Situation und unter bestimmten Voraussetzungen:

  • Selbständigerwerbende 
  • Arbeitgebende 
  • Angestellte 
  • Angestellte in arbeitgeberähnlicher Funktion 

Die Anmeldung für Entschädigung für Erwerbs­ausfall wegen Betriebs­schliessung, Umsatz­einbusse oder Veranstaltungs­verbot ist monatlich einzureichen, auch wenn sich an der Bemessungs­grundlage nichts geändert hat. So schreibt es der Bund vor.  

Wofür gibt es Corona-Entschädigung und wer hat Anspruch?

Betriebsschliessung

Selbständigerwerbende und Angestellte in arbeitgebe­rähnlicher Funktion – sowie ihre mitarbeitenden Ehepartner oder eingetragenen Partner –, die aufgrund von Mass­nahmen von Bund oder Kanton ihren Betrieb schliessen mussten und dadurch einen Erwerbs­ausfall hatten.  

Erhebliche Umsatzeinbusse

Selbständigerwerbende und Angestellte in arbeitgeberähnlicher Funktion – sowie ihre mitarbeitenden Ehepartner oder eingetragenen Partner –, die infolge von Mass­nahmen gegen das Corona­virus einen Lohn- oder Einkommens­verlust hatten. Voraus­setzung ist ein AHV-pflichtiges Ein­kommen von mindestens CHF 10'000.00 im Jahr 2019.

Häufige Kundenfrage: «Was ist mit ‹Umsatz› gemeint?»
Im Anmeldeformular für die Corona-Entschädigung wird nach dem Umsatz gefragt. Gemeint ist das Total aller Einnahmen (brutto). Wir müssen wissen: Wie hoch waren die Gesamteinnahmen des Unternehmens?

Veranstaltungsverbot

Selbständig­erwerbende und Angestellte in arbeitgeberähnlicher Funktion – sowie ihre mitarbeitenden Ehepartner oder eingetragenen Partner –, deren Veranstaltung auf­grund von Mass­nahmen zur Bekämpfung des Corona­virus abgesagt wurde, von einer kantonalen Behörde nicht genehmigt wurde oder wegen Mass­nahmen auf Bundes­ebene nicht statt­finden konnte. Voraus­setzung ist ein Erwerbs­ausfall.

Ausfall der Fremdbetreuung für Kinder

Selbständig­erwerbende und Angestellte, die die Erwerbs­tätigkeit unter­brechen mussten, weil die Fremd­betreuung ihrer Kinder nicht mehr gewähr­leistet war. Wenn Angestellte weiter­hin ihren Lohn erhielten, geht die Corona-Entschädigung an die Arbeit­geberin oder den Arbeit­geber.

Angeordnete Quarantäne

Selbständig­erwerbende und Angestellte, die wegen ärztlich oder behördlich angeordneter Quarantäne die Erwerbs­tätigkeit unter­brechen mussten. Wenn Angestellte weiter­hin ihren Lohn erhielten, geht die Corona-Entschädigung an die Arbeit­geberin oder den Arbeit­geber.

Kein Anspruch auf Corona-Entschädigung

  • Wer krank­geschrieben war, hat keinen Anspruch auf Corona-Entschädigung. Allen­falls besteht Anspruch auf Lohn­fort­zahlung. Anspruch auf Corona-Entschädigung hat nur, wer auf­grund von Kontakt mit einer positiv getesteten oder mut­mass­lich infizierten Person auf behörd­liche oder ärzt­liche Anordnung in Quarantäne gehen musste.
  • Wer ohne ärzt­liche oder behörd­liche Anordnung – also frei­willig – in Quarantäne ging, hat keinen Anspruch auf Corona-Entschädigung. Auch dann nicht, wenn die SwissCovid-App einen Risiko­kontakt gemeldet hatte.
  • Wer in ein Risiko­gebiet gereist war und sich nach der Rück­kehr in die Schweiz in Quarantäne begeben musste, hat keinen Anspruch auf Corona-Entschädigung. Aus­nahme: Bei der Abreise stand das Gebiet noch nicht auf der Liste der Staaten und Gebiete mit erhöhtem Ansteckungs­risiko, und es war auch nicht offiziell angekündigt, dass es auf die Liste kommen würde. Das Bundes­amt für Gesund­heit passt die Liste laufend an.
  • Wer während der Quarantäne Anspruch hatte auf Leistungen einer anderen Sozial- oder Privat­versicherung oder weiter­hin den Lohn erhielt, hat keinen Anspruch auf Corona-Entschädigung.

Zugehörigkeit zur Gruppe besonders gefährdeter Personen

Selbständigerwerbende und Angestellte, die die Erwerbs­tätigkeit unter­brechen mussten, weil sie zu den besonders gefährdeten Personen gehören und nicht zu Hause arbeiten konnten. Als besonders gefährdet gelten Schwangere sowie Personen, die nicht gegen Covid-19 geimpft sind und eine der folgenden Vorerkrankungen  haben:

  • Bluthochdruck
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Diabetes
  • Erkrankungen/Therapien, die das Immun­system schwächen
  • Krebs
  • Adipositas

Wenn Angestellte weiter­hin ihren Lohn erhielten, geht die Corona-Entschädigung an die Arbeit­geberin oder den Arbeit­geber.

Wie hoch ist die Entschädigung?

Für Selbständig­erwerbende beträgt die Entschädigung 80 Prozent des durch­schnittlichen AHV-pflichtigen Einkommens vor Beginn des Anspruchs, höchstens CHF 196.00 pro Tag.

Für Angestellte – und Angestellte in arbeitgeberähnlicher Funktion  – beträgt die Entschädigung 80 Prozent des durch­schnittlichen AHV-pflichtigen Brutto­erwerbs­einkommens vor Beginn des Anspruchs, höchstens CHF 196.00 pro Tag.

Pro Tag ist nur eine Entschädigung (1 Tag­geld) möglich.

Wie wird die Entschädigung ausbezahlt?

Die Entschädigung wird grund­sätzlich monat­lich nach­schüssig ausbezahlt. Wenn der Erwerbs­ausfall länger dauert, muss die Anmeldung monat­lich eingereicht werden.

Antrag an die zuständige Ausgleichskasse

Zuständig für Fest­legung und Aus­zahlung der Entschädigung ist die Aus­gleichs­kasse, bei der die AHV-Beiträge auf dem massgebenden Einkommen abgerechnet worden sind.

Mitglieder des SVZ Thurgau beantragen die Corona-Entschädigung mit den rechts verlinkten Online-Formularen.

Wer einer anderen Ausgleichs­kasse angeschlossen ist, wendet sich an jene.

Wichtige Mitteilung

Geschätzte Kundschaft

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