Wofür gibt es Corona-Entschädigung und wer hat Anspruch?

Erwerbsausfall wegen angeordneter Quarantäne

Angestellte, die auf ärztliche oder behördliche Anordnung in Quarantäne gehen mussten, können Corona-Entschädigung beantragen. Der Anspruch endet mit Aufhebung der Quarantäne, spätestens wenn 7 Taggelder (bis 7. Februar 10 Taggelder) ausbezahlt sind.

Kein Anspruch auf Corona-Entschädigung

  • Wer krank­geschrieben war, hat keinen Anspruch auf Corona-Entschädigung. Allen­falls besteht Anspruch auf Lohn­fort­zahlung. Anspruch auf Corona-Entschädigung hat nur, wer auf­grund von Kontakt mit einer positiv getesteten oder mut­mass­lich infizierten Person auf behörd­liche oder ärzt­liche Anordnung in Quarantäne gehen musste.
  • Wer ohne ärzt­liche oder behörd­liche Anordnung – also frei­willig – in Quarantäne ging, hat keinen Anspruch auf Corona-Entschädigung. Auch dann nicht, wenn die SwissCovid-App einen Risiko­kontakt gemeldet hatte.
  • Wer in ein Risiko­gebiet gereist war und sich nach der Rück­kehr in die Schweiz in Quarantäne begeben musste, hat keinen Anspruch auf Corona-Entschädigung. Aus­nahme: Bei der Abreise stand das Gebiet noch nicht auf der Liste der Staaten und Gebiete mit erhöhtem Ansteckungs­risiko, und es war auch nicht offiziell angekündigt, dass es auf die Liste kommen würde. Das Bundes­amt für Gesund­heit passt die Liste laufend an.
  • Wer während der Quarantäne Anspruch hatte auf Leistungen einer anderen Sozial- oder Privat­versicherung oder weiter­hin den Lohn erhielt, hat keinen Anspruch auf Corona-Entschädigung.

Erwerbsausfall wegen Wegfalls der Fremdbetreuung für Kinder

Angestellte, die die Erwerbs­tätigkeit unterbrechen mussten, weil die Fremd­betreuung ihrer Kinder nicht mehr gewähr­leistet war, können Corona-Entschädigung beantragen. Anspruch besteht für Kinder unter 12 Jahren (Ausnahme­regelung für ältere Kinder und Jugend­liche mit gesund­heitlicher Beeinträchtigung). Voraus­setzung ist eine behördlich angeordnete vorüber­gehende Betriebs­schliessung (Schule, Kinder­garten oder Sonder­einrichtung) oder eine ärzt­lich oder behörd­lich angeordnete Quarantäne der für die Betreuung vorgesehenen Person (z. B. Grosseltern).

Der Anspruch besteht bis zum 31. Dezember 2021.

Wie hoch ist die Entschädigung?

Sie beträgt 80 Prozent des durch­schnittlichen AHV-pflichtigen Brutto­einkommens vor Beginn des Anspruchs, höchstens CHF 196.00 pro Tag.

Pro Tag ist nur eine Entschädigung (1 Tag­geld) möglich.

Antrag an die zuständige Ausgleichskasse

Angestellte, deren Arbeitgebende die AHV-Beiträge beim SVZ Thurgau abrechnet, beantragen die Corona-Entschädigung mit dem rechts verlinkten Online-Formular. 

Ist die Arbeit­geberin oder der Arbeit­geber einer anderen Ausgleichskasse angeschlossen, ist jene zuständig.

Wichtige Mitteilung

Geschätzte Kundschaft

Infolge eines internen Anlasses bleibt der Empfang am 02.11.2021 von 10:00 bis 11:00 geschlossen. Besten Dank für Ihr Verständnis.