Wofür gibt es Corona-Entschädigung und wer hat Anspruch?

Arbeitsunterbruch von Mitarbeitenden wegen angeordneter Quarantäne

Arbeit­gebende, die Lohn­fort­zahlung geleistet haben, während ihre Mit­arbeitenden auf ärztliche oder behördliche Anordnung in Quarantäne gehen mussten, können Corona-Entschädigung beantragen. Der Anspruch endet mit Aufhebung der Quarantäne, spätestens wenn 10 Taggelder ausbezahlt sind.

Kein Anspruch auf Corona-Entschädigung

  • Für Mitarbeitende, die krank­geschrieben waren, besteht kein Anspruch auf Corona-Entschädigung. Sie haben allen­falls Anspruch auf Lohn­fort­zahlung. Anspruch auf Corona-Entschädigung besteht nur für Mitarbeitende, die auf­grund von Kontakt mit einer positiv getesteten oder mut­mass­lich infizierten Person auf behörd­liche oder ärzt­liche Anordnung in Quarantäne gehen mussten.
  • Für Mitarbeitende, die ohne ärzt­liche oder behörd­liche Anordnung – also frei­willig – in Quarantäne gingen, besteht kein Anspruch auf Corona-Entschädigung. Auch dann nicht, wenn die SwissCovid-App einen Risiko­kontakt gemeldet hatte.
  • Für Mitarbeitende, die in ein Risiko­gebiet gereist waren und sich nach der Rück­kehr in die Schweiz in Quarantäne begeben mussten, besteht kein Anspruch auf Corona-Entschädigung. Aus­nahme: Bei der Abreise stand das Gebiet noch nicht auf der Liste der Staaten und Gebiete mit erhöhtem Ansteckungs­risiko, und es war auch nicht offiziell angekündigt, dass es auf die Liste kommen würde. Das Bundes­amt für Gesund­heit passt die Liste laufend an.
  • Für Mitarbeitende, die während der Quarantäne Anspruch hatten auf Leistungen einer Kranken­taggeld­versicherung, besteht kein Anspruch auf Corona-Entschädigung.

Arbeitsunterbruch von Mitarbeitenden wegen Wegfalls der Fremdbetreuung für Kinder

Arbeit­gebende, deren Angestellte die Erwerbs­tätigkeit unter­brechen mussten, weil die Fremd­betreuung ihrer Kinder nicht mehr gewähr­leistet war, können Corona-Entschädigung beantragen, wenn sie Lohn­fort­zahlung geleistet haben. Anspruch besteht für Kinder unter 12 Jahren (Ausnahme­regelung für ältere Kinder und Jugendliche mit gesund­heitlicher Beeinträchtigung). Voraus­setzung ist eine behördlich angeordnete vorüber­gehende Betriebs­schliessung (Schule, Kinder­garten oder Sonder­einrichtung) oder eine ärzt­lich oder behörd­lich angeordnete Quarantäne der für die Betreuung vorgesehenen Person (z. B. Grosseltern).

Der Anspruch besteht bis zum 30. Juni 2021.

Wie hoch ist die Entschädigung?

Sie beträgt 80 Prozent des durch­schnittlichen AHV-pflichtigen Brutto­einkommens vor Beginn des Anspruchs, höchstens CHF 196.00 pro Tag.

Pro Tag und Mitarbeiterin oder Mitarbeiter ist nur eine Entschädigung (1 Tag­geld) möglich.

Antrag an die zuständige Ausgleichskasse

Mitglieder der Ausgleichskasse des SVZ Thurgau beantragen die Corona-Entschädigung mit dem rechts verlinkten Online-Formular. 

Wer einer anderen Ausgleichs­kasse angeschlossen ist, wendet sich an jene.

Coronavirus - News, Stand 22.12.2020

Corona-Entschädigung neu ab Umsatzeinbusse von 40 % (bisher 55 %)

Selbständigerwerbene und Angestellte in arbeitgeberähnlicher Funktion haben ab 19. Dezember bereits ab 40 Prozent Umsatzeinbusse Anspruch auf Corona-Entschädigung (bisher ab 55 Prozent). Die Anmeldeformulare stehen ab Januar 2021 bereit auf unserer Webseite.​​​​​​​

Weitere Informationen finden Sie hier.