Beitragspflicht

Die Beitragspflicht für Nichterwerbstätige beginnt ab dem ersten Tag der Einreise in die Schweiz folgenden Monats, frühestens ab dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahrs, und endet am letzten Tag des Monats der Ausreise aus der Schweiz. Bei einer Erwerbstätigkeit beginnt die Beitragspflicht mit der Aufnahme der Erwerbstätigkeit, frühestens ab dem 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahrs.

Freiwillige Versicherung

Wenn Sie die Schweiz verlassen und deswegen aus der obligatorischen Versicherung ausscheiden, haben Sie unter Umständen die Möglichkeit, sich der freiwilligen Versicherung für die AHV/IV anschliessen. Dies gilt für Schweizer oder EU-Bürgerin/Bürger, die ihren Wohnsitz ausserhalb der EU- oder EFTA-Staaten nehmen.

Sofern Sie die Schweiz verlassen und sich in ein EU/EFTA-Land begeben, gelten die Regeln der Bilateralen Verträge.

Obligatorische Krankenversicherung

Nach dem Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) ist in der Schweiz die Krankenpflegeversicherung (Grundversicherung) für die gesamte Wohnbevölkerung obligatorisch. Personen, welche in der Schweiz Wohnsitz nehmen, müssen sich innerhalb von drei Monaten versichern. In Ausnahmefällen ist eine Befreiung von der Versicherungspflicht möglich.

Leistungsansprüche und Ein-/Ausreise

Bezüger von AHV- und IV-Renten sowie Hilflosenentschädigungen müssen es der Ausgleichskasse melden, wenn sie ihren Wohnsitz ins Ausland verlegen.

Kinder- und Waisenrenten sowie Kinderzulagen können auch ausbezahlt werden, wenn die Kinder im Ausland und die Eltern in der Schweiz leben.

Hilflosenentschädigungen werden nur bei Wohnsitz in der Schweiz ausbezahlt. Bezüger müssen ihre Ausreise der Ausgleichskasse melden.

Für EO-Bezüger, die aus dem Ausland in den Dienst einrücken, ist die Schweizerische Ausgleichskasse in Genf zuständig.

Bezüger von Ergänzungsleistungen zu AHV- und IV-Renten sowie Hilflosenentschädigungen müssen es der Ausgleichskasse melden, wenn sie ihren Wohnsitz ins Ausland verlegen.

Coronavirus - News, Stand 01.10.2020

Informationen zur Corona-Erwerbsersatzentschädigung

Am 25. September 2020 haben die Eidgenössischen Räte das COVID-19-Gesetz gutgeheissen. Es löst die bisherigen bundesrätlichen Verordnungen ab und bildet die Grundlage für die Weiterführung der Corona-Erwerbsersatzentschädigungen. Gestützt auf dieses Gesetz wird der Bundesrat eine Verordnung erlassen, die alle Anspruchsvoraussetzungen und Bezügergruppen regelt.

Entschädigungen für weitere Betroffene wird der Bundesrat auf dem Verordnungsweg regeln. Wir informieren sobald Klarheit darüber besteht, wer unter welchen Voraussetzungen Anspruch auf eine Entschädigung hat.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Vielen Dank für die Kenntnisnahme und das Verständnis.