Wenn eine gesundheitlich eingeschränkte Person ihren Arbeitsplatz verliert und vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen wird, können sich die Leiden innert kurzer Zeit chronifizieren. Es ist deshalb entscheidend, bei drohender Arbeitsunfähigkeit oder drohendem Arbeitsplatzverlust schnell Gegenmassnahmen zu ergreifen. Vor der offiziellen IV-Anmeldung empfiehlt sich eine Meldung zur Früherfassung. So kann in unkompliziertem Rahmen abgeklärt werden, ob die IV-Stelle im Fall der betroffenen Person zuständig ist. Die Meldung erfolgt durch die versicherte Person persönlich oder durch eine Person in ihrem Umfeld, die meldeberechtigt ist. Sie muss mittels Meldeformular bei der IV-Stelle des Wohnsitzkantons eingereicht werden. Bei Bedarf kann die meldeberechtigte Person im Voraus telefonisch mit der IV-Stelle in Kontakt treten.

Voraussetzungen für die Meldung

Eine Meldung kann gemacht werden:

  • nach 30 Tagen ununterbrochener Arbeitsunfähigkeit oder
  • bei sich wiederholenden häufigen Kurzabsenzen innerhalb eines Jahres

Für die Meldung wird keine Bestätigung der Arbeitsunfähigkeit durch einen Arzt oder eine Ärztin vorausgesetzt.

Meldeberechtigte Personen

Meldeberechtigt sind:

  • Die versicherte Person und deren gesetzliche Vertretung,
  • die im gemeinsamen Haushalt lebenden Familienangehörigen der versicherten Person,
  • der Arbeitgebende der versicherten Person,
  • die behandelnden Ärzte, Ärztinnen und Chiropraktoren,
  • die beteiligten Unfall- und Krankentaggeldversicherer,
  • kantonale Sozial- und Arbeitsämter,
  • Einrichtungen der beruflichen Vorsorge,
  • Militärversicherer,
  • private Versicherungseinrichtungen.

Die Meldeberechtigten müssen die versicherte Person in jedem Fall im Voraus über die Meldung bei der IV-Stelle informieren.

Ablauf der Früherfassung

Die Früherfassung dauert rund einen Monat. Die Ziele bestehen darin, die Zuständigkeit der IV-Stelle zu prüfen und abzuklären, ob eine Anmeldung angezeigt ist. Dazu vereinbart eine Fachperson mit der versicherten Person ein persönliches Gespräch, in dem eine erste medizinische, berufliche und soziale Situationsanalyse vorgenommen wird. Häufig holt die IV-Stelle während der Früherfassung auch Auskünfte des Arbeitgebers, der behandelnden Ärztin oder eines anderen Versicherers ein.

Coronavirus - News, Stand 01.10.2020

Informationen zur Corona-Erwerbsersatzentschädigung

Am 25. September 2020 haben die Eidgenössischen Räte das COVID-19-Gesetz gutgeheissen. Es löst die bisherigen bundesrätlichen Verordnungen ab und bildet die Grundlage für die Weiterführung der Corona-Erwerbsersatzentschädigungen. Gestützt auf dieses Gesetz wird der Bundesrat eine Verordnung erlassen, die alle Anspruchsvoraussetzungen und Bezügergruppen regelt.

Entschädigungen für weitere Betroffene wird der Bundesrat auf dem Verordnungsweg regeln. Wir informieren sobald Klarheit darüber besteht, wer unter welchen Voraussetzungen Anspruch auf eine Entschädigung hat.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Vielen Dank für die Kenntnisnahme und das Verständnis.